10 Fakten über Schrägband, die jeder Nähende wissen sollte Teil 1

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Schrägband – wenn man sich erst mal etwas näher damit beschäftigt, findet man eine ganze Menge Informationen darüber. Was ist Schrägband eigentlich? Wie wird es angenäht? Wofür braucht man Schrägband? Kann man das auch selbst machen? Die Antworten auf diese Fragen und viele weitere Informationen und nützliche Tipps, habe ich für euch in diesem Artikel zusammengestellt.

Starten wir ganz einfach mit der Definition.

Schrägbänder
verschiedene Schrägbänder

Was genau ist Schrägband eigentlich?

Schrägband ist ein Streifen Stoff, der im 45° Winkel zur Webkante, also im schrägen Fadenlauf, zugeschnitten wird. Dadurch ist der Streifen dehnbar und kann für viele verschiedene Versäuberungsarten benutzt werden. Es gibt Schrägband in unterschiedlichen Farben und Mustern und verschiedenen Breiten fertig vorgeformt zu kaufen. Das Schrägband findet ihr als Meterware oder als fertiges Stück um Pappkarton gewickelt im Handel. Ihr könnt ihn aber auch ganz einfach selbst machen.

Schrägband selber machen

Für manche Nähprojekte findet man einfach nicht das richtige Schrägband. Entweder stimmt die Farbe nicht oder es fühlt sich nicht richtig an. Oder es gibt ihn nicht in der richtigen Breite. Bleibt nur eine Lösung: ihr müsst oder könnt euer Schrägband selbst machen. Wenn man erst mal weiß, wie es geht, ist es auch gar nicht schwierig. Als Faustregel gilt, die Schrägbandbreite ist immer 4 Mal so breit, wie eure gewünschte Einfassbreite. Wollt ihr also eine Kante von einem Zentimeter haben, ist der Schrägbandstreifen 4cm breit. Der Stoff wird im 45° Winkel zur Webkante zugeschnitten. Optimal ist ein langer Streifen, oft gibt aber der Stoff nur eine Vielzahl mehrerer kleiner Streifen her, die dann aneinander genäht werden müssen. Ein tolles Tutorial, wie man Schrägband herstellen kann, findet ihr bei pattydoo.de. Sie verlinkt in ihrem Artikel auch noch auf einen weiteren englischsprachigen.

Schrägband selber machen – Die Hilfsmittel

Ein tolles Hilfsmittel, um Schrägband selber zu machen, ist der sogenannte Schrägbandformer. Dieses kleine Helferlein ist dazu da, das Schrägband nach dem Zuschneiden in Form zu bügeln. Aber ihr müsst jetzt nicht gleich in den nächsten Laden, um euch ein neues Nähspielzeug zu kaufen. Ich habe hier einen Schrägbandformer zum Ausdrucken gefunden.

Und hier wurde einfach die Hülle von einem Cutter zweckentfremdet und zum Formen für das Schrägband benutzt. Was für eine geile Idee. http://meijosjoy.blogspot.de/2012/04/diy-bias-tape-maker.html

verschiedene Schrägbänder
Schrägbänder

Schrägband annähen

Das erste Mal Schrägband anzunähen ist leicht verwirrend. Vor allen Dingen gibt es eine Menge unterschiedliche Arten, wie man Schrägband annähen kann. Die Grundschritte sind aber immer die gleichen. Man legt das aufgefaltete Schrägband auf die zu versäubernde Kante und steppt es fest. Dann wird es gefaltet und um die Stoffkante gelegt und auf der anderen Seite knappkantig festgenäht. Es gibt Tutorials, da wird auf der rechten Seite des Stoffes begonnen und es gibt andere, die starten auf der linken Seite. Hier müsst ihr einfach austesten, welche Methode für euch die richtige ist. Da aber Beschreibungen ohne Bilder nicht besonders hilfreich sind, habe ich euch ein paar Tutorials rausgesucht, die zeigen, wie man Schrägband annäht.

Hier gibt es eine Fotoanleitung auf Deutsch.

Hier gibt es eine schöne Fotoanleitung auf Englisch.

Schrägband annähen – Die Hilfsmittel

Und natürlich gibt es auch für das Annähen von Schrägband Hilfsmittel. Besser gesagt, ein Hilfsmittel. Es gibt ja für so ziemlich jede Arbeit an der Nähmaschine einen speziellen Nähfuß. So auch für das Annähen von Schrägbändern. Da man bei der regulären Methode das Schrägband zweimal annähen muss, hilft dieser Nähfuß, enorm viel Zeit einzusparen. Und wer ist nicht immer auf der Suche nach Tipps und Tricks, wie man beim Nähen Zeit sparen kann. Der Nähhfuß faltet beide Kanten des Schrägbandes in der Mitte und legt es vor dem Festnähen um den Stoff. So seid ihr im Nu fertig. Ich hab mal geschaut. Diese Füße gibt es für alle großen Nähmaschinenmarken. Teilweise gibt es sie auch in verschieden Größen bzw. für verschiedene Bandbreiten.

Dies ist der erste Teil meines Artikels über Schrägband. Der zweite Teil kommt nächste Woche und beinhaltet noch mehr Informationen, Tipps und Tricks für ein professionelles Arbeiten mit Schrägband.

bis bald,

Katrin

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